Beim European Cup in Skopje (Nordmazedonien) erkämpfte Samuel Bischoff von der Sportschule Bischoff den fünften Platz in der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm und wurde für die Europameisterschaft nominiert.
Nach einem Freilos in der ersten Runde gewann der U21-Judoka seine beiden folgenden Kämpfe und zog ins Halbfinale ein.
In seinem ersten Kampf traf Bischoff auf Ahmed Fakikj aus Nordmazedonien. Einen frühen Schulterwurfversuch seines Gegners konnte er abfangen, ehe er die Situation am Boden für sich nutzte. Mit einem Haltegriff über die geforderten zwanzig Sekunden beendete Bischoff die Begegnung vorzeitig.
Anschließend kam es gegen Daniil Spyrydonov zur Neuauflage des Finales der deutschen U21-Meisterschaft. Dort war Bischoff im März knapp unterlegen. In Skopje setzte er sich diesmal jedoch deutlich durch: Nach zwei frühen Wertungen übernahm er die Führung und gewann etwa zur Hälfte der Kampfzeit mit einer Innensichel vorzeitig. Damit stand er im Halbfinale.
Dort traf Bischoff auf den späteren Turniersieger Davud Namazli aus Aserbaidschan. Nach einer Wertung für Namazli musste sich der Athlet der Sportschule Bischoff geschlagen geben und kämpfte anschließend um Bronze gegen Janpolad Aliyev, ebenfalls aus Aserbaidschan.
Aliyev ging zunächst in Führung, doch Bischoff glich mit einer Außensichel aus. Die Entscheidung fiel erst im Golden Score. In einer unübersichtlichen Situation, in der beide Kämpfer einen Angriff nach hinten ansetzten, wurde Aliyev die entscheidende Wertung zugesprochen.
Trotz der knappen Niederlage im Bronzekampf ist der fünfte Platz beim European Cup ein sehr gutes Ergebnis. Als Folge seiner Leistungen erhielt Samuel Bischoff die Nominierung für die U21-Europameisterschaft. Diese findet Anfang September in Podgorica, Montenegro, statt.
Nach einigen Tagen Erholung beginnt für Bischoff die unmittelbare EM-Vorbereitung. Zunächst steht ein einwöchiges Trainingscamp in Valencia (Spanien) auf dem Programm, bevor er wieder am Bundesstützpunkt in München trainiert.