Die Nachwuchsathleten der Sportschule Bischoff setzten beim ersten bayerischen Sichtungsturnier der Saison in Ingolstadt ein deutliches Ausrufezeichen. Mit drei Titeln und mehreren vorderen Platzierungen lieferten die Ansbacher eine starke erste Standortbestimmung für die anstehende Kaderbenennung des Bayerischen Judo-Verbandes (BJV) ab.

Für die Altersklassen U13 und U15 bot der Wettkampf in Oberbayern die erste wichtige Orientierung des Jahres. In einer professionell organisierten Meisterschaft präsentierten sich die Ansbacher Starter gut vorbereitet und überzeugten durch eine konsequente technische Linie und hohen Einsatzwillen.

In der Altersklasse U13 dominierten die Kämpfer der Sportschule Bischoff ihre Gewichtsklassen teilweise deutlich. Ramin Valiyev (bis 50 kg) sicherte sich nach fünf souveränen Siegen verdient den ersten Platz. Ebenfalls ungeschlagen blieb Paul Klein (bis 28 kg), der seine drei Begegnungen konzentriert anging und jeweils vorzeitig für sich entschied. Ein besonderes Ausrufezeichen setzte die Schwergewichtsklasse über 55 kg: Hier erkämpften sich Kirill Habenko und Tobias Vogt nach jeweils vier Siegen in der Vorrunde den Einzug ins Finale. In diesem mannschaftsinternen Duell behielt Habenko die Oberhand, während Vogt mit Silber den Doppelerfolg perfekt machte. Poyraz Birdal (bis 34 kg) zeigte in einem zahlenmäßig sehr starken Feld gute Ansätze und belegte nach zwei Siegen den neunten Rang.

Wertvolle Erfahrungen auf bayerischer Ebene sammelten Tair Valiyev (bis 37 kg), Fabian Kolb (bis 40 kg) und Anastazja Megger (bis 40 kg), die alle drei noch in der U11 startberechtigt sind. Obwohl sie gegen teils deutlich erfahrenere Gegner antraten, zeigten sie viel Mut und hielten in ihren Begegnungen entschlossen dagegen.

In der U15 erkämpfte sich Christian Kreimer (bis 37 kg) nach taktisch klugen Vorrundensiegen den Einzug ins Finale. Dort musste er sich erst nach einer knappen Wertung geschlagen geben und freute sich über die Silbermedaille. In derselben Gewichtsklasse belegte Nathan Backofen den fünften Platz, nachdem er im Kampf um Bronze trotz einer Führung am Ende noch das Nachsehen hatte. Raul Valiyev (+66 kg) zeigte im ersten Kampf einen spektakulären Ura nage, konnte den Sieg jedoch nicht nach Hause bringen. In der Trostrunde gegen seinen Dauerrivalen aus Nürnberg lag er bis kurz vor Schluss in Führung, verhielt sich aber taktisch ungeschickt und kassierte die dritte Strafe, was das Aus bedeutete.

Trainer Jörg Bischoff zeigte sich mit der geschlossenen Mannschaftsleistung zufrieden. Die Ergebnisse bestätigten, dass die im Training gesetzten Schwerpunkte gegriffen haben. Gleichzeitig dienten die gezeigten Leistungen als gute Basis, um in den kommenden Monaten gezielt an der weiteren Entwicklung der Athleten zu arbeiten.